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Landing Pages richtig einsetzen

Eine Landing Page ist eine Unterseite auf deiner Website, auf der du — anders als auf beispielsweise deiner Startseite — nur ein Angebot listest.

Das gibt einem Besucher dieser Landing Page nur zwei Möglichkeiten: 

  • Er oder sie nimmt dein Angebot an oder 
  • er oder sie nimmt dein Angebot nicht an. 

Ein Beispiel:

Auf einer unserer Landing Pages bewerben wir das Online Marketing Starter Kit, eine 3-teilige Videoserie, in der wir anderen beibringen, wie man mit Online Marketing ohne großen Aufwand beginnen kann. 

Außer dieser Videoserie findest du auf dieser Landing Page nichts anderes. Kein Menü, keine anderen Angebote, keinen Hinweis auf den Blog oder unser Buch.

Auf dieser Seite wollen wir es Besuchern so einfach als möglich machen. Wir wollen, dass sich Besucher voll und ganz auf das Starter Kit konzentrieren können und nicht von etwas anderem abgelenkt werden.

Je weniger Ablenkungen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass unser Angebot tatsächlich angenommen — und die Videoserie heruntergeladen — wird.

Klarheit ist im Netz König.

In der Theorie erscheint das vollkommen einleuchtend — in der Praxis wollen viele jedoch möglichst viele Angebote und Informationen auf einer Seite unterbringen. Dieser Wunsch macht auch vor großen Unternehmen nicht halt.

Der folgende Screenshot zeigt eine Verkaufsseite der Deutschen Bahn. 

Erkennst du sofort, was auf dieser Seite zu finden ist? Beziehungsweise: Erkennst du, was die Bahn dir auf dieser Seite anbietet?

Klar — wenn du etwas mehr Zeit auf der Seite verbringst und dich intensiv damit beschäftigst. Schwieriger wird das Ganze, wenn du die Seite nur überfliegst. Doch genau das tun die meisten Website Besucher. Zumindest dann, wenn dein Unternehmen nicht die Bekanntheit der Deutschen Bahn hat.

Mehr noch:

Wer in Deutschland mit dem Zug reisen will, kommt um die Deutsche Bahn nicht herum. Die Bahn muss die eigene Website damit lange nicht so optimieren, wie du, ich oder andere Firmeninhaber, deren Firmen keine bundesweite Monopolstellung inne haben.

„Aber was wenn sich jemand für X interessiert, auf meiner Landing Page für Y landet und somit gar nicht erfährt, dass wir X auch anbieten?“

Wenn du deine Landing Pages richtig einsetzt, wirst du dieses Problem nie haben. Lass’ mich das erklären…

So nutzt du Landing Pages richtig

Die obige Frage — die wir ganz nebenbei bemerkt immer wieder gestellt bekommen — setzt voraus, dass Menschen ihren Weg durch Zufall auf unsere Website (oder eine unserer Landing Pages) finden.

Das ist fast nie der Fall.

Besucher werden in fast allen Fällen auf einem der folgenden drei Wege auf unsere Webseite (und deren Landing Pages) aufmerksam. 

  • Ein Besucher kennt uns persönlich oder hat von unserem Unternehmen gehört und will sich nun informieren. Er oder sie ruft unsere Website direkt auf.  
  • Wir haben einen Link zu unserer Webseite (oder Landing Page) auf einem unserer Social Media Profile verlinkt oder schalten eine Werbeanzeige. Post, Profil oder Werbung macht einen Besucher neugierig, die Person klickt. 
  • Jemand hat einen spezifischen Bedarf und wendet sich an Google. 

Nummer eins und zwei auf dieser Liste ist den meisten von uns bekannt. Letzteres wird dagegen oft unterschätzt. Um zu verdeutlichen, wie viel Potential hinter einer vernünftigen Landing Page Strategie steckt, möchte ich dir ein Beispiel machen: 

Angenommen du bist Steuerberater.

Wie wäre es, wenn deine Website für den Google Suchbegriff „Steuerberater“ auf einer der ersten Positionen bei Google erscheint? Ziemlich cool oder? 

Denn „Steuerberater“ wird jeden Monat rund 74.000 Mal gegoogelt. Wenn auch nur einige der Menschen hinter diesen Suchanfragen auf deine Website aufmerksam werden, sollten bei dir einige Anfragen eintrudeln.

Doch hier ist die schlechte Nachricht:

Die Chancen, dass du selbst mit einer für Suchmaschinen optimierten Website auf einer der ersten Positionen für einen so großen Suchbegriff landest, stehen nicht allzu gut. „Steuerberater“ hat eine „SEO Difficulty“ von 62. Auf einer Skala von 1 (einfach zu ranken) bis 100 (nicht einfach zu ranken), ist das schon eher auf der anspruchsvolleren Seite. 

Schauen wir uns ähnliche, jedoch deutlich spezifischere Keywords an, so zeichnet sich ein anderes Bild ab.

„Steuerberater Hamburg“ hat zwar nur 5.400 monatliche Aufrufe, dafür jedoch eine SEO Difficulty von 33 auf einer Skala von 1 bis 100. Deutlich machbarer für neue Webseiten ohne große, bereits bestehende Reichweite.

Lass uns etwas außerhalb der Stadt Hamburg umsehen. Denn wer seine Beratungsdienste in Hamburg anbietet, ist heutzutage bei Weitem nicht mehr an die Stadt selbst gebunden

„Steuerberater Lüneburg“ wird 880 Mal pro Monat gesucht.

„Steuerberater in Lüneburg“ 30 Mal.

Der Suchbegriff „Steuerberater Buxtehude“ hat 390 monatliche Anfragen. 

Auch wenn wir den Suchbegriff leicht abändern, werden wir fündig:

„Steuerberatung Hamburg“

„Steuerberatung Lüneburg". 

Hinter all diesen Suchbegriffe stehen Menschen mit einem echten Bedarf. Können wir diesen Bedarf decken und wollen wir mehr Menschen via Online Marketing auf uns aufmerksam machen, so sollten wir über eine Landing Page für jeden dieser Suchbegriffe nachdenken.

Diese Landing Pages müssen sich inhaltlich nicht allzu sehr voneinander unterscheiden, wichtig ist jedoch, dass sie auf den Suchbegriff eingehen.

Soll heißen:

Wenn wir den Suchbegriff „Steuerberater in Lüneburg“ targetieren, sollten wir (am besten schon in der Überschrift der Landing Page) darauf eingehen, dass wir in Lüneburg tätig sind. 

Bedenke: Google Nutzer haben fast unendlich viele Optionen. Je relevanter unsere Seite für Suchende ist, desto besser.

Frag’ dich: 

  • Was sucht jemand konkret, der diesen Suchbegriff eingibt? (Niemand will einfach nur mal stöbern)
  • Und was kannst du auf deiner Landing Page am besten anbieten? Ein Kontaktformular? Ein kostenloses Erstgespräch? Ein Whitepaper? 

Idealerweise sammelst du auf deinen Landing Pages die Kontaktdaten deiner Besucher. So liegen alle weitere Kommunikationsmöglichkeiten in deinen Händen, nicht in den Händen des Zufalls. 

Die 30x Strategie: Keywörter für Landing Pages finden

Manche der obigen Suchbegriffe haben nur 30 Aufrufe pro Monat. Auf den ersten Blick sieht das nach nicht allzu viel aus. Erstellst du zu solchen Keywörtern allerdings nicht nur zwei oder drei, sondern 20, 30 verschiedene Landing Pages, so kommt hier schnell einiges zusammen.

Je mehr solcher Keywörter du mit Landing Pages targetieren kannst, desto besser. Je mehr Landing Pages du besitzt, desto mehr Spuren hinterlässt du im Netz. Spuren, die durch eine gute Suchmaschinenoptimierung (SEO) von anderen gefunden werden können.

Ein gutes SEO beginnt immer mit einer ausführlichen Keyword-Recherche — ähnlich, wie die im Zusammenhang mit der Steuerberatung. Ein Hilfsmittel, wie Ubersuggest, hilft dir dabei.

Identifizierst du auf diese Art und Weise 30 verschiedene Suchbegriffe für jedes deiner Angebote, so buhlst du nicht, wie die meisten anderen, um ein einziges Keywort mit enorm vielen Aufrufen. Du kreierst Inhalte für enorm viele, jedoch enorm spezifische Suchbegriffe.

„Seiten für spezifische Inhalte kreieren? Heißt das, ich kann Google sagen, für welchen Suchbegriff meine Seite angezeigt werden soll?“

Das kannst du!

Wirf am besten einen Blick auf meinen ausführlichen Artikel zum Thema Suchmaschinenoptimierung: 

Darin beschreibe ich den SEO Prozess im Detail. Willst du die 30x Landing Page Strategie umsetzen, kann ich dir nur ans Herz legen, dich einmal ausführlich mit SEO, Google und den Voraussetzungen für ein hohes Ranking auseinanderzusetzen. (Denn wie cool ist es eigentlich, dass wir einmal eine Seite kreieren können, die Monat für Monat potentielle Kunden auf unsere Website bringt?!

Für den Einstieg, ist hier die Kurzfassung:

Die Google Vorschau, die erscheint, wenn du etwas googelst, ist in der Regel nicht zufällig gewählt.

Zumindest all die Artikel und Webseiten, die auf den ersten Positionen für einen bestimmten Suchbegriff landen, wählen ihre Vorschau- Texte und Überschriften (Meta-Tags) so, dass ein Google Nutzer auch den Wunsch verspürt, die Website aufzurufen.

Tools, wie RankMath oder YOAST helfen dir dabei. 

Der folgende Screenshot zeigt meinen Artikel zum Thema Suchmaschinenoptimierung und meine damit verbundenen Meta-Tags in YOAST. Ganz oben unter "Fokus-Keyphrase" lässt sich einstellen, für welchen Begriff die Seite (in diesem Fall der Artikel) erscheinen soll. 

YOAST-SEO-Google-Vorschau

Wiederhole diesen Prozess für so viele Keywörter als möglich. Erstelle zu jedem Keyword eine entsprechende Landing Page, die nur eines deiner Angebote bewirbt.

Im Idealfall stimmt dieses Angebot mit dem Suchbegriff und der damit verbundenen Intention des Suchenden überein. (Jemand, der nach „Hochzeitsfotograf Bremen“ googelt, will wahrscheinlich nichts über Porträtfotos wissen.) 

Mit etwas Übung und Feintuning machst du aus deiner Webpräsenz damit einen echten Kundenmagneten — nicht einfach nur eine digitale Visitenkarte.

Wirf einen Blick auf die hier unten gelisteten Artikel, um mehr über das Thema SEO, Landing Pages und Kundenakquise im Netz  zu erfahren. 

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Über den Autor

Freddy Braun ist einer der Online Marketing Gym Gründer. Freddy hat in den USA studiert und leitet die Webagentur mad.Design.

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